Chronik - Teil 1

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Die Gründungsmitglieder (von links nach rechts):
Obere Reihe: Georg Sättele, Anton Strahl, Franz Amsler, Martin Ott
Untere Reihe: Georg Selig, Paul Stöhr, Anton Pfänder, nicht auf dem Bild: Karl Scheffold  

Im Jahr 1933 entschlossen sich 8 Musiker, aus dem ca. 500 Einwohner großen Dorf, einen Musikverein zu gründen.
Nachdem der Ausbruch des zweiten Weltkrieges die ersten musikalischen Früchte aus der Gründungszeit bald wieder zunichte machte, mussten die Heimgekehrten wieder von vorne beginnen. Schon 1947 setzten 4 Neumitglieder zusammen mit einigen Gründungsmitgliedern das ursprüngliche Vorhaben fort. Die Leitung übernahm von 1948 bis 1949 Hauptlehrer Funk. 1950 wurde der damalige Bürgermeister Traub zum Vorstand gewählt. Erst durch die Namensgebung im Jahre 1952 in "Musikverein Lyra Unterstadion" war die Vereinsgründung endgültig abgeschlossen.

 

Bürgermeister Martin Gerner wurde zum neuen Vorstand, Hans Braig 1 zum Kassier, Josef Schilling zum Schriftführer und Erich Schneider zum Vereinsboten gewählt. Neben den aktiven waren auch passive Mitglieder vorgesehen.
In den folgenden Jahren wurden umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Erfolgreich nahm man an den Kreismusikfesten teil. Schon 1952 konnte die Note gut-sehr gut, ein Jahr später die Note sehr gut erreicht werden. 1954 war durch eine Altmetallsammlung und der Aufnahme eines Darlehen die Anschaffung von Uniformen möglich.

 

Eine weitere Entscheidung hatten die Aktiven 1958 in geheimer Wahl getroffen. Nach dem Weggang von Fritz Popp wählten sie aus ihren eigenen Reihen Matthias Hipper zum neuen Dirigenten. Er besuchte daraufhin einen Dirigentenlehrgang, den er mit Auszeichnung absolvierte. Anhand der folgenden Wertungsspielbesuche ist ein stetiger Anstieg an musikalischem Fortschritt, der nun erfolgte, am deutlichsten zu erkennen. Zum 25jährigen Jubiläum gelang es schließlich, das 11. Kreismusikfest im Jahr 1960 nach Unterstadion zu hohlen. Das Fest stand unter der Schirmherrschaft von Graf Zdenko von Schönborn, der auch die neue Vereinsfahne gestiftet hatte.

 

Neben den zunehmenden Erfolgen bei Wertungsspielen hatte die Kapelle in der folgenden Zeit einen deutlichen Zuwachs an Musikern bekommen. Schon ab 1962 wurde erfolgreich in der Oberstufe gespielt.
Ab 1960 trat unter Leitung von Kurt Hipper eine Jugendkapelle mit in Erscheinung, die sich ebenfalls an vielen Wettspielen beteiligte.
Traditionskonzerte an Ostern und Weihnachten wurden obligatorisch. Traditionell wurden auch die kirchlichen Umrahmungen bei Weißen Sonntagen, Fronleichnamsprozessionen, bei Festgottesdiensten und Gedenkfeiern. Im kulturellen Leben der Gemeinde ist der Musikverein nun nicht mehr wegzudenken.

  Musikkapelle Unterstadion
1960 beim Kreismusikfest in Unterstadion
 
Mit neuen Trachten-Uniformen
1967 beim Festumzug durch Bockenheim  

Um das äußere Erscheinungsbild der Musikkapelle zu verschönern, wurde 1967 der kauf von neuen Trachten-Uniformen beschossen. Mehrere Jahre (1967 - 1969) umrahmte die Musikkapelle mit Unterhaltungs- und Stimmungsmusik die Weinfeste in Bockenheim in der Pfalz.
Ebenso wurde seit 1968 eine bis heute andauernde Freundschaft mit den Mundinger Musikern gegründet. Jährlich beteiligen sich die Unterstadioner an dem schon legendären Mundinger Waldfest.
Die Ausdehnung des Vereins erfolgte längst auch auf die Nachbargemeinden Oberstadion, Mundeldingen, Hundersingen und Grundsheim.

 

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